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Ab dem Kleinkindalter stets gut und qualitätsvoll betreut: In Innsbrucker Kinderkrippen, Kindergärten und in der Tagesbetreuung für SchülerInnen.
Ab dem Kleinkindalter stets gut und qualitätsvoll betreut: In Innsbrucker Kinderkrippen, Kindergärten und in der Tagesbetreuung für SchülerInnen.

Eine Stadt für Familien

Zur Infrastruktur einer Stadt wie Innsbruck gehören ein familienfreundliches Angebot und eine umfassende Kinderbetreuung dazu. Berufstätige Eltern wissen ihre Kinder dort gut versorgt – in städtischen, aber auch in privaten Einrichtungen, die seitens der Stadt gefördert werden.

Es ist ein Trend, der nicht nur in Innsbruck, sondern österreichweit zu beobachten ist: Der Bedarf an ganztägiger, ganzjähriger, leistbarer und qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung steigt. Über allem steht die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Von großem gesellschaftlichem Interesse sind insbesondere die höhere Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben und am Arbeitsmarkt, die Möglichkeit eines frühen Wiedereinstiegs und flexible Arbeitszeiten: „Ich habe großen Respekt vor allen Eltern, die Berufs- und Familienleben tagtäglich unter einen Hut bringen. Besonders Frauen, die im Berufsleben stehen, brauchen in der Kinderbetreuung die bestmögliche Unterstützung seitens der öffentlichen Hand“, erklärt Bürgermeister Georg Willi und betont: „Unsere bedarfsgerechte Betreuung hat bei allen Planungen stets das Wohl der Kinder im Blick.“

Bedarf in Tirol steigt
Die Kinderbetreuung in Tirol steht auf der Basis des Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetzes, eines Landesgesetzes aus 2010. Tirolweit werden in rund 1.200 Einrichtungen aktuell mehr als 37.600 Kinder und Jugendliche – gut ein Drittel aller 0- bis 14-Jährigen – betreut, sei es in Institutionen wie Kinderkrippen, Kindergärten bis hin zu Schülerhorten und Ganztagsschulen (Tagesheimen). In ganz Tirol gibt es um 98 Kinderbetreuungseinrichtungen mehr als vor fünf Jahren. Das Angebot an öffentlichen Einrichtungen wird durch private Initiativen wie Kinderkrippen, Tageseltern und Spielgruppen ergänzt. Besonders auffallend ist der Bedarf bei Zweijährigen: Mehr als 50 Prozent dieser Altersgruppe besuchen eine Betreuungseinrichtung – im Jahr 2010 waren es 35 Prozent.

Rundum gut aufgehoben
Eltern achten vermehrt auf pädagogische Inhalte und die Qualität der Einrichtungen: „Kinderkrippen und Kindergärten bieten mehr als Betreuung – sie sind die ersten Bildungseinrichtungen für die Jüngsten. Die Stadt Innsbruck ist dabei sehr gut aufgestellt“, betont Bürgermeister Willi. Mittlerweile werden sieben Kinderkrippen durch die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH geführt. In den vergangenen fünf Jahren wurden in sieben Kindergärten 14 neue Gruppen geschaffen und kürzlich in der Schützenstraße der 30. städtische Kindergarten eröffnet. Für ältere, bereits schulpflichtige Kinder sorgen HortpädagogInnen bzw. Lehrer- Innen am Nachmittag in zehn Schülerhorten sowie FreizeitpädagogInnen in 30 Tagesheimschulen für verlässliche und kompetente Lernbetreuung, aber auch für eine abwechslungsreiche Freizeit. Alle städtischen Einrichtungen bieten einen Mittagstisch an, den rund die Hälfte aller Kinder in Anspruch nehmen. „Die Rückmeldungen der Familien zeigen: Die Qualität stimmt, die Einrichtungen sind nahe am Wohnort und mit den Öffis gut erreichbar“, hält Bürgermeister Willi fest.

„Innsbruck wächst – erfreulicherweise auch die Familien. Damit steigt der Bedarf an mehr Kinderbetreuung, die seitens der Stadtplanung mitgedacht wird. Wir unterstützen privat geführte Initiativen, die die stadteigenen Einrichtungen möglichst breit ergänzen.“

Bürgermeister Georg Willi

Bürgermeister Georg Willi

Familien unterstützen
Erwerbstätige Eltern stehen insbesondere zu den Tagesrandzeiten oder am Wochenende vor dem Erfordernis einer guten Betreuung ihrer Kinder. Manche Kinder bevorzugen eine familiäre Struktur gegenüber größeren Gruppen oder sind noch jünger als zwei Jahre. Es braucht daher eine Ergänzung zum städtischen Angebot, die sich zusätzlich an den Bedürfnissen der Eltern orientiert. Um ein ausgewogenes Angebot zwischen privaten und öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen zu ermöglichen, unterstützt die Stadt Innsbruck private Initiativen wie Kinderkrippen, Tageseltern und Spielgruppen finanziell. Tagesmütter und -väter, die über die Vereine „Frauen im Brennpunkt“ und „Aktion Tagesmütter“ des Katholischen Familienverbandes vermittelt werden, haben noch flexiblere „Öffnungszeiten“.

Stadtplanung ist eingebunden
Die Erweiterung des Kinderbetreuungsangebots in Innsbruck wird bei der Planung und Beurteilung von baulichen Entwicklungen von der Stadtplanung laufend mitgedacht. Einerseits werden dazu Bevölkerungsentwicklung und Geburtenzahlen beobachtet, andererseits stehen insbesondere größere Wohnbauprojekte und der damit zu erwartende Bevölkerungsanstieg innerhalb der Stadtteile im Fokus. Anhand von statistischen Kennwerten und Erfahrungen bisheriger Wohnbauprojekte wird der zukünftige Bedarf an Kinderbetreuung abgeschätzt, um das Betreuungsangebot zeitgerecht zu erweitern.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Projekt „Campagne Reichenau“. Dort entstehen bis 2022 rund 310 geförderte städtische Mietwohnungen. „In die Planung solch großer Siedlungsgebiete fließt selbstverständlich von Beginn an der Gedanke an Kinderbetreuung ein“, betont der ressortzuständige Bürgermeister. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden Themen wie die Nutzung von Erdgeschoßen, Gestaltungs- und Nutzungsqualität des städtischen Raumes inklusive der Freiflächen und Kinderbetreuungseinrichtungen behandelt. BürgerInnen aller Altersgruppen konnten außerdem im Rahmen des Planungsprozesses in diversen Veranstaltungen direkt an der Entwicklung mitwirken. (AS)

Weitere Informationen
Aufgrund ihrer Flexibilität sind Tagesmütter oder -väter immer gefragt. Die vom Bundesministerium für Familie und Jugend zertifizierte Ausbildung zur Tagesmutter bzw. zum Tagesvater dauert drei Monate und umfasst pädagogische und rechtliche Grundlagen ebenso wie Kenntnisse über gesunde Ernährung, Bewegung und Erste Hilfe. Mehr unter www.fib.at oder www.aktion-tagesmutter.at